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Grahame Patrick als Elvis Presley

Grahame Patrick ist in Dublin geboren und aufgewachsen. Schon als Kind bekam er die Leidenschaft für Musik mit in die Wiege gelegt: Sein Vater, der für ihn ein großes Vorbild ist, war selbst Musiker.

Die Bewunderung für Elvis’ Musik und die Idee, den „King of Rock ’n’ Roll“ zu doubeln, entwickelte sich früh: „Ich wollte meine Leidenschaft für seine Musik auch anderen Menschen in einer realistischen, einfühlsamen Form vermitteln und sie aufrichtig bewegen“, sagt er. Als Jugendlicher zog Grahame Patrick mit seinen Eltern nach Toronto/Kanada und hatte dort Anfang der 1990er in Bars und Clubs erste Auftritte als Elvis-Double. Auf einer Party wurde er von einem Produzenten als Doppelgänger entdeckt. Noch in derselben Nacht bekam er einen Vertrag angeboten. Es folgten Engagements in den USA, mehrere Jahre stand er auf den Bühnen des Showbiz-Dorados Las Vegas. Eines der Highlights seiner Karriere war ein Auftritt als Opening Act für die Soul-Legende Dionne Warwick.

Seit März 2003 ist Grahame Patrick regelmäßig in der Live-Show „Stars in Concert“ im Estrel Festival Center in Berlin zu sehen. Im August 2004 stand er erstmals im Estrel mit „ELVIS – Das Musical” auf der Bühne. Die zweistündige Hommage an den „King“ – vom jungen bis hin zum älteren Elvis – ermöglicht ihm, seine Wandlungsfähigkeit zu demonstrieren, mit seiner verblüffenden Ähnlichkeit sowie seiner Stimmgewalt zu beeindrucken und dabei sein Talent als Künstler zu beweisen.

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Interview mit Graham Patrick

Wie wird man eigentlich Elvis-Darsteller?
Das wurde mir quasi in die Wiege gelegt. Mein Vater war Musiker und hat mir von Kindheit an die Liebe zur Musik vermittelt. Elvis spielte dabei für mich schon immer eine herausragende Rolle und ich wollte meine Leidenschaft für seine Musik auch anderen Menschen in einer realistischen, einfühlsamen Form vermitteln und sie aufrichtig bewegen.

2015 war Ihre erste Elvis-Tournee durch Deutschland. Wie war es?
Es war phantastisch. Ich liebe die Zuschauer in Deutschland. Wir haben so oft vor ausverkauftem Haus spielen dürfen und so viele positive Erfahrungen gemacht. Insbesondere der Mix aus älteren Menschen, die Elvis noch richtig erlebt haben, und jungen Menschen, die Rock ’n’ Roll noch immer lieben und leben, hat mich beeindruckt.

Die Deutschen gelten als zurückhaltend und wenig enthusiastisch. War es schwer, den Zuschauern in Deutschland ein echtes Elvis-Fieber zu vermitteln?
Die Deutschen geben nicht zu früh zu viel. Sie wollen erst überzeugt werden. Das hat mich aber eher dazu bewegt, noch härter und konzentrierter an meiner Performance zu arbeiten. Und am Ende der Show haben wir in beinahe allen Städten die Menschen von den Sitzen gerissen. Insbesondere wenn ich die Bühne verlasse, um Zuschauern die Hände zu schütteln, war das Elvis-Fieber greifbar. Es war als hätten sie Elvis wirklich sehr vermisst. In einigen Hallen sind sogar Damen auf die Bühne gesprungen, um mich zu umarmen.

Gab es denn auch gefährliche Situationen mit Elvis-Groupies?
Nicht wirklich. Obwohl… manche Ladies waren zwar schon recht alt und doch ziemlich stark für ihr Alter. Aber Scherz beiseite. Die meisten waren nett und ein paar verrückte Fans gehören zum Elvis-Kult nun mal dazu.

Was war Ihr persönliches Tour-Highlight 2015?
Das weiß ich ganz genau – es war am 12. April in Wien. An diesem Tag hatte ich Geburtstag. Mitten in der Show unterbrachen plötzlich alle und verkündeten über das Mikrofon, sie hätten eine Überraschung für mich. Und auf einmal war mein sechsjähriger Sohn live auf der Leinwand zu sehen, um mir zu gratulieren. Der Produzent hatte das arrangiert. Alle im Publikum waren hingerissen und für mich war es die schönste Überraschung, die ich mir hätte wünschen können.

Seit zwanzig Jahren imitieren Sie Elvis hauptberuflich. Wie lange wollen Sie diese Rolle noch spielen?
Ich denke schon noch mindestens 3 bis 5 Jahre. Es ist ja nicht so als würden wir immer das gleiche machen. Die Tour 2015 war für mich wie eine Erneuerung. Wir haben so vieles verändert und verbessert. Ich bin sicher, dass wir auch 2016 nochmals besser werden können. Das wird für mich dann wie meine persönliche Comeback-Tour. Und so lange ich dieses Gefühl noch habe, gut zu sein und noch besser werden zu können, gibt es keinen Grund aufzuhören.